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Illustration: Ein Grundstück, mit Zäunen in gleich große Parzellen geteilt

Netzwerk

Subnetting einfach erklärt: Netzanteil und Hostanteil

Die Subnetzmaske zieht eine Grenze durch die Adresse. Wer sie verschiebt, teilt ein Netz in kleinere.

Daniel Weihmann Aktualisiert am · 3 Minuten Lesezeit

Kurz gesagt

Eine IPv4-Adresse besteht aus einem Netzanteil und einem Hostanteil. Die Subnetzmaske legt fest, wo die Grenze liegt. Beim Subnetting schieben Sie diese Grenze nach rechts und teilen so ein Netz in mehrere kleinere.

Was sind Netzanteil und Hostanteil?

Eine IPv4-Adresse hat 32 Bit. Der vordere Teil sagt, in welchem Netz ein Gerät steht, der hintere, welches Gerät es in diesem Netz ist. Alle Geräte eines Netzes haben denselben Netzanteil.

Wie viele Bit zum Netz gehören, sagt die Subnetzmaske. 255.255.255.0 hat vorn 24 Einsen, kurz /24. Bei der Adresse 192.168.1.10/24 ist 192.168.1 das Netz und 10 das Gerät.

Netzanteil (24 Bit)Hostanteil (8 Bit)
Adresse11000000.10101000.0000000100001010
Maske11111111.11111111.1111111100000000
Dezimal192.168.1.10

Wie teile ich ein Netz auf?

Angenommen, ein Betrieb hat 192.168.10.0/24 und möchte vier getrennte Bereiche. Dafür leihen Sie sich zwei Bit aus dem Hostanteil, denn 22 = 4. Die Maske wird zu /26, also 255.255.255.192. Jedes Teilnetz hat 64 Adressen, davon 62 für Geräte.

TeilnetzNetzadresseGeräteBroadcast
Büro192.168.10.0/26.1 bis .62.63
Werkstatt192.168.10.64/26.65 bis .126.127
Gäste-WLAN192.168.10.128/26.129 bis .190.191
Kameras192.168.10.192/26.193 bis .254.255

Die Regel dahinter: Jedes geliehene Bit verdoppelt die Zahl der Teilnetze und halbiert ihre Größe. Zwei Adressen je Teilnetz fallen weg, die erste ist die Netzadresse, die letzte der Broadcast. Jede Kombination rechnet der Subnetzrechner aus.

Müssen alle Teilnetze gleich groß sein?

Nein. Mit CIDR kann jedes Teilnetz seine eigene Maskenlänge haben. Man spricht von Subnetzmasken variabler Länge (VLSM). So bekommt das Büro ein /25 mit 126 Adressen, die drei Kameras ein /29 mit 6 Adressen. Wichtig ist nur, dass sich die Bereiche nicht überschneiden. Am einfachsten verteilen Sie die großen Netze zuerst.

Und Supernetting?

Supernetting ist der umgekehrte Weg: Mehrere benachbarte Netze werden zu einem größeren zusammengefasst, die Maske wird kürzer. Aus 192.168.0.0/24 und 192.168.1.0/24 wird 192.168.0.0/23. Router müssen dann nur noch einen Eintrag kennen statt zwei. RFC 4632 beschreibt dieses Zusammenfassen als Grundidee von CIDR.

Was hat das Gateway damit zu tun?

Ein Gerät vergleicht jede Zieladresse mit seinem eigenen Netzanteil. Passt sie, schickt es das Paket direkt. Passt sie nicht, geht das Paket an das Gateway. Jedes Teilnetz braucht deshalb sein eigenes Gateway, meist eine Schnittstelle des Routers. Mehr dazu im Beitrag Was ist die Gateway-IP-Adresse?.

Häufige Fragen

Was ist die Standard-Subnetzmaske?

Im Heim- und Büronetz meist 255.255.255.0, also /24, mit 254 nutzbaren Adressen. Früher hingen die Masken an den Adressklassen: 255.0.0.0 für Klasse A, 255.255.0.0 für B, 255.255.255.0 für C. Seit CIDR ist jede Länge möglich.

Was ist der Unterschied zwischen Subnetting und Supernetting?

Subnetting teilt ein Netz in kleinere auf, die Maske wird länger. Supernetting fasst mehrere Netze zu einem größeren zusammen, die Maske wird kürzer. RFC 4632 beschreibt das Zusammenfassen als Aggregation von Routen.

Wozu teilt man ein Netz überhaupt auf?

Um Bereiche zu trennen, etwa Büro, Gäste-WLAN und Kameras. Das begrenzt, wer wen erreicht, hält Broadcasts klein und macht Fehler leichter zu finden.