
Interne Verlinkung: Wege durch die eigene Website
Eine Seite, auf die kein Weg führt, findet niemand. Wie Links im Text, Übersichten und Linktexte zusammenspielen.
Daniel Weihmann Aktualisiert am · 3 Minuten Lesezeit
Kurz gesagt
Interne Links sind die Wege durch die eigene Website, für Besucher und für Suchmaschinen. Google empfiehlt, jede wichtige Seite von mindestens einer anderen Seite zu verlinken, mit einem Linktext, der sagt, was dort wartet. Eine Seite, auf die kein Weg führt, findet kaum jemand.
Warum sind interne Links so wichtig?
Suchmaschinen finden neue Seiten vor allem über Links. Eine Seite, die nur über die Sitemap bekannt ist, aber von keiner anderen Seite verlinkt wird, wirkt unwichtig. Google schreibt dazu klar: Auf jede Seite, die Ihnen wichtig ist, sollte mindestens eine andere Seite Ihrer Website verlinken.
Interne Links tragen außerdem Bedeutung. Der Linktext sagt Google, worum es auf der Zielseite geht. Und für die KI-Funktionen der Suche nennt Google interne Links ausdrücklich als Grundlage, damit Inhalte leicht zu finden sind.
Was ist ein guter Linktext?
Laut Google ist guter Ankertext aussagekräftig, knapp und passt sowohl zur Seite, auf der er steht, als auch zur Seite, auf die er zeigt. Als schlechte Beispiele nennt Google „Klicken Sie hier“ und „Weitere Informationen“.
| Schwach | Besser |
|---|---|
| Mehr dazu hier | Wie Sie die Gateway-Adresse finden, steht in einem eigenen Beitrag |
| Weitere Informationen | Die Pflichten nach dem BFSG gelten nur für bestimmte Angebote |
| Leistungen | Unsere Baumfällung mit Hubsteiger in der Region |
Den Linktext nicht zwanghaft mit Suchbegriffen füllen. Er soll für Menschen lesbar bleiben.
Wie baue ich eine gute Struktur?
- ÜbersichtsseitenJedes Thema bekommt eine Seite, die die Einzelseiten bündelt, etwa ein Ressort oder eine Leistungsübersicht.
- Links im TextWo ein Begriff auftaucht, der an anderer Stelle erklärt wird, darauf verlinken. Das ist die stärkste Form des internen Links.
- Neue Seiten anbindenJede neue Seite bekommt beim Veröffentlichen Links von passenden bestehenden Seiten, nicht nur einen Platz im Archiv.
- Tote Enden vermeidenAm Ende jedes Beitrags einen Weg weiter anbieten.
Diese Website arbeitet selbst so: Die Beiträge zu Subnetting, Gateway und PAT verweisen aufeinander, und Fachbegriffe führen ins Glossar.
Worauf muss ich technisch achten?
Google folgt Links in der Regel nur, wenn sie als HTML-Element <a> mit href-Attribut gesetzt sind. Navigationen, die nur per JavaScript-Klick funktionieren, sind für den Crawler keine Wege. Interne Links sollten direkt auf die endgültige Adresse zeigen, nicht auf eine alte, die erst weiterleitet. Gerade nach einem Relaunch lohnt es, die eigenen Links auf die neuen Adressen umzustellen.
Wie gut verlinkte Inhalte und Barrierefreiheit zusammenpassen, etwa durch klare Linktexte für Screenreader, beschreibt webaccessibility.de im Beitrag Barrierefreiheit und SEO.
Häufige Fragen
Wie viele interne Links sollte eine Seite haben?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Google nennt als Mindestmaß, dass jede wichtige Seite von mindestens einer anderen Seite der Website verlinkt sein soll. Darüber hinaus gilt: so viele, wie dem Leser weiterhelfen.
Zählen Links im Menü und im Footer?
Ja, auch das sind interne Links. Sie zeigen allerdings auf jeder Seite dasselbe. Links im Fließtext sagen mehr darüber, welche Seiten inhaltlich zusammengehören.
Erkennt Google Links, die per JavaScript erzeugt werden?
Google kann Links in der Regel nur folgen, wenn sie ein a-Element mit href-Attribut sind. Ein Klick-Ereignis auf einem beliebigen Element ohne href ist für den Crawler kein Link.